Sterbebegleitung

Heute möchte ich euch von Kirstens Gabe berichten, Tiere auf dem letzten Weg zu begleiten.

Es ist eine heilige und achtsame Aufgabe, die sie mit Liebe, Mitgefühl und Respekt erfüllt.

Ich habe Kirsten oft beobachtet, wie sie mit sanfter Stimme und ruhigen Bewegungen den Raum betritt. Ihre Präsenz allein scheint die Atmosphäre zu verändern, sie bringt Ruhe und Geborgenheit mit sich. Tiere, die oft verängstigt und unsicher sind, spüren sofort, dass sie in guten Händen sind. Sie spüren, dass Kirsten sie versteht und sie in ihren letzten Momenten nicht alleine lässt.

Kirsten nimmt sich Zeit, viel Zeit. Sie spricht mit den Tieren, streichelt sie sanft und lässt ihnen die Zeit, die sie brauchen. Manchmal erzählt sie ihnen Geschichten, manchmal ist sie einfach nur still und lässt ihre Liebe durch ihre Berührungen sprechen. Sie weiß, dass jeder Abschied einzigartig ist und dass jedes Tier seine eigene Art hat, loszulassen.

In diesen Momenten bin ich oft an ihrer Seite und beobachte, wie sie arbeitet. Ich sehe, wie sie die Sorgen der Menschen lindert, die ihre geliebten Tiere verabschieden müssen. Mitfühlend hört sie zu, tröstet und spendet Hoffnung. Sie ist ein Licht in der Dunkelheit, eine Brücke zwischen den Welten. Kirsten sieht die Seele der Tiere, sie sieht die Verbindung, die sie zu ihren Menschen haben, und sie hilft ihnen, diese Verbindung in Frieden zu lösen.

Die Liebe und Hingabe, die Kirsten in ihre Arbeit einfließen lässt, ist unvergleichlich. Sie lehrt uns alle, dass der Tod kein Ende ist, sondern ein Übergang, eine Reise, die mit Würde und Liebe begleitet werden sollte. Und so begleite ich sie, stolz und dankbar, als kleine Hündin, die gelernt hat, dass wahre Stärke in der Sanftmut liegt und dass das größte Geschenk, das wir anderen machen können, unsere Liebe und unser Mitgefühl ist.

Eine ganz besondere Erfahrung durfte ich mit Kirsten machen:
Es war vor einigen Monaten, als unser geliebter Hund Felix schwer erkrankte. Kirsten und ich spürten die Unruhe und Sorge seiner Menschen ganz deutlich und wir wollten sie so gerne trösten.
Also beschloss Kirsten, Felix in seiner schweren Stunde beizustehen; Da Felix mein bester Freund war, beschloss ich einfach mit zu machen denn mit meiner feinfühligen Hundenase konnte ich seine Schmerzen riechen und seine Angst vor dem Sterben fühlen.

Ganz behutsam näherte ich mich ihm und legte mich an seine Seite. Ich leckte ihm die Pfoten und summte leise vor mich hin – eine uralte Hundeweise, um Kranke zu beruhigen. Zu meiner großen Überraschung entspannte sich Felix sichtlich und öffnete seine Augen. In seinem Blick lag eine tiefe Dankbarkeit und Erkenntnis.

Während ich neben ihm lag, sprach Kirsten mit ihm ganz sanft und leise. Er war also niemals alleine.

In den Tagen, die folgten, sprach Kirsten immer wieder mit ihm, erzählte vom Himmel, der so voller Licht und Liebe sein soll.

Felix hörte uns ruhig zu und nickte manchmal leicht. Ich spürte, wie er langsam losließ und sich auf seine letzte Reise vorbereitete. Als er dann schließlich friedlich einschlief, waren wir beide bei ihm und begleiteten ihn an die Schwelle des Todes.

Liebe Freunde, Tierkommunikation ist so viel mehr als nur ein Austausch von Lauten und Gesten. Es ist eine Sprache der Seelen, die uns tief miteinander verbindet – über alle Grenzen von Art und Herkunft hinweg. Gerade in den letzten Momenten des Lebens wird diese Verbindung besonders spürbar und wertvoll.

Ich bin dankbar, dass ich Felix auf seinem letzten Weg begleiten und ihm Trost schenken konnte. Denn wie heißt es so schön: „Nichts trennt uns, nur der Körper stirbt, die Seele lebt weiter.“ Darauf vertraue ich fest und freue mich schon darauf, Felix eines Tages an der Regenbogenbrücke wiederzusehen.

In Liebe,
Eure Ida

felix pfote
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